Offene Deklaration für bewusste Entscheidung beim Eierkauf
Eindeutige Kennzeichnung von Herkunft und Haltung schafft Klarheit direkt auf jedem Ei
Ob aus Deutschland, den Niederlanden oder Frankreich, ob aus Freiland-, Boden- oder Käfighaltung - eine gut sichtbare Kennzeichnung direkt auf dem Ei gibt Verbrauchern Aufschluss über Herkunftsland und Haltungsform. Und: Ein Blick auf diese neue Kennzeichnung genügt, um die wichtigen Informationen zu verstehen: Die erste Ziffer gibt Aufschluss über das Haltungssystem, aus dem das Ei stammt. Dabei steht die 0 für ökologische Erzeugung, die Ziffer 1 für Freilandhaltung, die 2 für Boden- und die Ziffer 3 für Käfighaltung. Das darauf folgende Länderkennzeichen informiert über das Herkunftsland des Eies. Steht dort z.B. ein DE, so handelt es sich um Eier aus Deutschland, bei NL stammen die Eier aus den Niederlanden, bei FR aus Frankreich. Die nach dem Länderkennzeichen folgenden Nummern dienen der Identifizierung des Betriebes sowie der Rückverfolgbarkeit der Eier bis in den Legehennenstall.
Freilandhaltung & Öko-Haltung
Bei Eiern aus Freilandhaltung müssen die Hennen tagsüber uneingeschränkt Zugang zu einer zum überwiegenden Teil bewachsenen Auslauffläche haben. Gemäß den EU-Vermartungsnormen für Eier müssen pro Legehenne 4 qm Auslauffläche zur Verfügung stehen. Bei größeren Legehennenbeständen sind im Auslauf Unterschlupfmöglichkeiten zum Schutz vor widrigen Witterungsbedingungen und vor Raubtieren und Greifvögeln zu schaffen und zusätzliche Tränkeeinrichtungen vorzusehen.
Bei schlechtem Wetter und bei Einbruch der Dunkelheit können sich die Hennen jederzeit in ein Stallgebäude zurückziehen, das dem der Boden- oder Volierenhaltung entspricht.
Die Erzeugung von Öko-Eiern erfolgt im Haltungssystem der Freilandhaltung. Die Erzeuger müssen dabei mindestens die Kriterien der europäischen Öko-Verordnung erfüllen. Danach muß z. B. das Futter aus ökologischem Anbau stammen.
Bodenhaltung
In der Bodenhaltung befinden sich die Hennen in einem geschlossenen Stall. Für je neun Hennen muss mindestens ein Quadratmeter nutzbare Fläche zur Verfügung stehen, wobei max. 18 Tiere je Quadratmeter Stallgrundfläche bei der Nutzung mehrerer Ebenen gehalten werden dürfen. Alle Tiere können sich innerhalb des Stalles frei bewegen. Mindestens ein Drittel des Stalles muss mit Einstreu aus Stroh oder Hobelspänen bedeckt sein, während die übrige Fläche mit Latten- oder Gitterrosten bedeckt ist, durch die der Kot der Tiere fallen kann.
Positiven Aspekte in der Bodenhaltung – mehr Bewegung, Scharren und Aufsuchen von Legenestern.
Die Käfighaltung
Mit ca. 82 % der Legehennenplätze bilden Käfigsysteme die dominierende Haltungsart in Deutschland. In den zur Zeit gebräuchlichen Form der Käfighaltung teilen sich vier bis sechs Hennen einen Käfig. Die Käfige sind neben und übereinander angeordnet und mit Futtertrog, Tränke und einem leicht geneigten Gitterboden ausgestattet. Dieser Boden dient einerseits dazu, die gelegten Eier unverschmutzt auf ein Sammelband oder eine Auffangrinnen rollen zu lassen. Der Kot der Tiere fällt hingegen direkt durch das Gitter auf Zwischenböden. Einige typische Verhaltensweisen wie das Scharren oder die Eiablage in Nestern können Legehennen in der herkömmlichen Käfighaltung nicht ausüben.
Wir bieten Ihnen Eier aus Freiland-, Boden- und Käfighaltung an.


